Ultimativer Tipp, wie du deinen InEar-Mix immer dabei hast


... und du zusätzlich dem Tontechniker ein Lächeln ins Gesicht zauberst. Einfach, unkompliziert und super flexibel - so haben wir es gelöst!

Wir sind klare Befürworter des InEar-Monitorings. Es ist einfach super praktisch. Aber wir geben zu, es hat auch seine Tücken. Auf dem Weg zum perfekten InEar-Mix sind wir im Laufe der Zeit mehrmals gestolpert, haben gezweifelt und getüftelt. In unserem Beitrag „Schon mal darüber nachgedacht auf In-Ear umzusteigen?“ könnt ihr mehr darüber lesen.

Seit mehreren Jahren verwenden wir nun schon unser heißgeliebtes InEar und unser aktuelles Setup für den perfekten Proberaum-InEar-Mix sieht wie folgt aus:

Wir verwenden 2 x LD MEI 1000 G2 Sender und 2 verkabelte Stereo-Kopfhörerverstärker (für Schlagzeuger und Bassist). Die Sender sind gemeinsam mit unserem Mischpult Behringer X32 (in der Rack-Version) in einem 19 Zoll Rack verbaut.


Damit kann man also vier unabhängige Stereo Monitormixe erstellen. Zusätzlich gibt's zum X32 auch eine App mit der jeder Musiker sich dann seinen eigenen Mix direkt ändern kann. Ein „ich hör mich nicht“ gibt’s bei uns also nicht mehr. Traumhaft!


Wie nutzt man nun dieses individuelle System im Live-Betrieb?

DAS PROBLEM

Es gibt immer wieder Locations, die der Band auch einen Tontechniker zur Seite stellen. Der möchte natürlich mit seinem eigenen Pult mischen. Klar! Jetzt kommen wir plötzlich mit dem X32 Rack an und bitten ihm vielleicht sogar noch, dass er doch mit unserem Pult arbeitet - da gibt’s mit Sicherheit unfreundliche Blicke.

Anders herum: wenn wir ihm erklären, dass er gerne sein Pult nehmen kann, wir aber bitte vier Stereo-Monitormixe hätten, gibt’s noch unfreundlichere Blicke…

DIE LÖSUNG: DER SPLITTER

Wir haben unser Rack noch um zwei 8-Kanal Splitter erweitert. (Der erste Splitter ist am Foto oben bereits eingebaut)

Und so funktioniert es:

Im Prinzip steckt man vorne ein XLR-Kabel an und hat hinten 2 Buchsen mit demselben Signal. Ein Signal ist direkt auf dem Mischpult (Behringer X32) verkabelt, das zweite hängt an einem Multicore, welches zum Mischpult vom Veranstalter geführt wird. Alles klar?

Bei einem Live-Gig packen wir einfach das komplette 19 Zoll Rack ein. Bei den Splittern werden an den vorderen Anschlüssen direkt die Signale von der Bühne angeschlossen. Das Multicore geht mit einer ausgedruckten Kanalbelegung zum Tontechniker. Der Tontechniker braucht sich somit nicht um unser Monitoring zu kümmern und er hat volle Flexibilität mit dem FOH-Sound, weil dieser ja die unbearbeiteten Signale direkt vom Splitter bekommt.

Gibt’s kein Mischpult vom Veranstalter und wir nehmen unseren eigenen Tontechniker mit, (der vielleicht sogar mit dem Behringer X32 vertraut ist) dann erledigt man auch gleich den Gesamtmix über unser Pult.

Mit dieser Lösung ist ein spitzen Monitorsound in jeder Location mit höchster Flexibilität garantiert!

#TechTalk #Sound

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